Betrugsmaschen von Trickbetrügern

Immer häufiger werden gerade ältere Menschen zum Opfer von Trickbetrügern. POI Carsten Vogt vom Präventionsteam der Oldenburger Polizei informierte über die vielfältigen Maschen dieser Betrüger. In einem aktuellen Fall ist eine Seniorin um 30.000 Euro betrogen worden. Mit sogenannten Schockanrufen versuchen die Kriminellen an das Geld ahnungsloser Menschen zu kommen. Den Angerufenen wird z.B. berichtet, dass ein Angehöriger ins Krankenhaus eingeliefert worden ist und jetzt ganz schnell ein Medikament aus dem Ausland benötigt wird. Das lebensrettende Spezialmedikament soll sehr teuer sein und muss angeblich direkt und selbst bezahlt werden, oder um einer Freiheitsstrafe zu entgehen wird ein hoher Geldbetrag benötigt, der der Staatsanwaltschaft zu übergeben ist und direkt von einem Boten abgeholt wird. Wegen einer Serie von Einbrüchen in der Nachbarschaft soll das Geld an der Haustür einem (falschen) Polizisten übergeben werden usw..

Egal ob Schockanruf, Enkeltrick oder der falsche Polizeibeamte: Trickbetrüger schaffen es seit einiger Zeit immer häufiger, insbesondere ältere Menschen mit erfundenen Geschichten oder vorgegaukelten Szenarien davon zu überzeugen, ihnen hohe Bargeldbeträge auszuhändigen

Die Oldenburger Polizei will das nun mit einem neuen Präventions-Programm ändern. Dafür kommen besondere Umschläge zum Einsatz.

Die Polizei hat bedruckte Briefumschläge an die Geldinstitute ausgegeben, auf denen Warnhinweise aufgedruckt sind. Auf der Vorderseite steht: „Vorsicht Betrugsgefahr! Wenn Sie zwei oder mehr Fragen mit JA beantworten können, will ein Betrüger Ihr Geld! 110 wählen!!!“ Auf der anderen Seite sind die entsprechenden Fragen (6) aufgedruckt.

Meistens wird von den Opfern erst hinterher realisiert, wie leichtgläubig man in dem Moment gehandelt hat. Das sei vor allem darauf zurückzuführen, dass die Betrüger ihre Opfer in kurzer Zeit unter extremen Druck setzen, der einer Gehirnwäsche ähnelt. Jeder kann Opfer werden, denn in diesen Situationen ist es oft schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen, denn die Betrüger bereiten in der Regel ihre Taten äußerst sorgfältig vor.

Eine Möglichkeit sich zu schützen könnte auch sein, den Bankmitarbeitern eine Vollmacht zu erteilen, Angehörige zu informieren, wenn größere Geldbeträge abgehoben werden sollen.

Betrüger denken sich immer neue Methoden aus um an das Geld anderer Menschen zu gelangen. Auf viele dieser Methoden hat POI Vogt in seinem Vortrag die Anwesenden aufmerksam gemacht und entsprechend sensibilisiert. Hoffen wir, dass die Präventionsarbeit der Polizei erfolgreich sein wird.

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