Bauvorhaben und Verkehr im Stadtsüden

April 2020

Die Ankündigung eines Vortrages von Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan über „Aktuelle Entwicklungen im Stadtsüden“ war sicherlich ein Grund für den guten Besuch der Mitgliederversammlung des Bürgervereins am 11. März im Bümmersteder Krug. Noch vor seinem mit Powerpointdarstellungen
unterstützten Vortrag erweckte er bei der Zuhörerschaft Sympathien für sich indem er erzählte, mit Bümmerstede bereits ein wenig vertraut zu sein dank der leutseligen Einladung von Helmut Fokkena zum letztjährigen Weidenfest.

Den Vortrag hatte er thematisch in drei Bereiche unterteilt: 1. Kliniken,

MTO (Medi Tech Oldenburg), 2. Städtebau und 3. Verkehr und

Mobilität. Dr. Uhrhan betonte, dass es sich beim Klinikum um ein
wirklich außergewöhnlich großes Bauvorhaben handele. Es umfasst die Erweiterung der Perinatalstation zu einem Zentrum für den Nordwesten und den Neubau der Urologie, mit dessen Baubeginn noch in 2020 gerechnet werden dürfe. Im Zusammenhang mit den Neubau- und Sanierungsmaßnahmen gehöre auch der Straßendurchstich von der Cloppenburger Straße zum Klinikum. Bezüglich der Entwicklung des MTO-Geländes (ehemals AEG) kündigte der Stadtbaurat an, dass mit der weiteren Erschließung durch die dort geplanten Straßen in der 2. Jahres-hälfte begonnen werde.

Zum zweiten Thema, dem Städtebau, erfuhr die Versammlung, dass

das Gelände des stillgelegten Abfüllbetriebs für Getränke von Coca-Cola verkauft worden sei, aber nicht an wen und auch nicht, was dort als Nachnutzung vorgesehen sei. Ebenfalls noch offen bleiben musste die Nachnutzung des Standorts der Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO), wenn die von der RFO gewünschte Verlegung gelingen sollte. Ungeklärtes nicht nur für Bümmerstede.

Für den neu gestalteten Klingen-bergplatz als zentraler Ort der „Neuen Mitte Kreyenbrück“ wird ganz entscheidend sein, wie aus Nachfragen herauszuhören war, ob er Aufenthaltsqualität gewinnt, was an die Stelle des schäbigen Relikts des Petit Cafes gebaut werden wird.

Erwartungsgemäß stieß das 3. Thema: Verkehr und Mobilität, auf ein besonders lebhaftes Interesse. Dr. Uhrhan berichtete, dass hinsichtlich der Verkehrsprobleme zunächst die Berufspendler im Fokus stünden. Bei den in Angriff zu nehmenden Untersuchungen sei von 40 Tausend Pkws auszugehen, die werktäglich nach Oldenburg hinein- bzw. herausfahren würden. Für die Erarbeitung tragfähiger Lösungen befrage man zurzeit die 10 größten

Arbeitgeber der Stadt, um zu erfahren, welche Wege die Beschäftigten zur Arbeit nehmen würden. Eine Reduzierung des innerstädtischen Verkehrs könne dann möglicherweise ein verbessertes Park-and-Ride-System mit kleineren Shuttlebussen bringen. Ein Stadtteilbahnhof in Krusenbusch könnte ebenfalls ein Element zur Reduzierung des Autoverkehrs sein. Ohne zusätzlichen Autoverkehr könne auch die An-bindung Krusenbuschs hergestellt werden, wenn die Fußgängerbrücke durch die Querung des Bahndamms

an dessen Stelle durch Rampen und einen Tunnel für Radfahrer und
Fußgänger wie geplant ersetzt würde. Bei der weiteren Planung noch in diesem Jahr solle das von den benachbarten Bürgervereinen erarbeitete Konzept berücksichtigt werden. Einig war sich die Ver-sammlung, dass mit dem Bau der Unterführung in Abstimmung mit der DB ohne lange Wartezeiten so schnell wie möglich begonnen werden müsse.

Den Schlusspunkt seines mit Applaus bedachten Vortrags setzte der Stadtbaurat mit dem Hinweis auf den Ausbau von Fahrradstraßen in dem zukünftigen Verkehrskonzept bis nach Wardenburg und von Sandkrug nach Oldenburg.