Wie lebt es sich in Kreyenbrück? Ist das Image des Stadtteils zu Recht schlecht? Ist es tatsächlich so, dass man in Kreyenbrück zwischen Dreck und Gaffiti wohnt, wie es die NWZ mitunter in ihrer Zeitung darstellt? Oder sind es Vorurteile wegen des sogenannten „Sozialen Brennpunktes“, wegen des hohen Anteils von Menschen mit geringerem Einkommen, ist es der hohe Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund? Kreyenbrück war immer schon durch Zuwanderung geprägt, heute sind es Menschen aus der Ukraine, aus Syrien, Irak, Iran u.v.a.. Nach dem 2. Weltkrieg kamen die Menschen z.B. aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen. Der Bürgerverein, die Interessengemeinschaft „Die Kreyenbrücker“, der Stadtteiltreff und Farbenfroh setzen sich seit Jahren dafür ein, den Ruf Kreyenbrücks zu verbessern und wünschen sich dabei die Unterstützung der örtlichen Presse. Was sind die positiven Seiten des Stadtteils, was macht den Stadtteil aus:
Das Engagement und die Hilfsbereitschaft vieler ehrenamtlich tätiger Menschen, die sich in Vereinen, Gruppierungen und Netzwerken zusammengeschlossen haben, macht das Leben im Stadtsüden angenehm. Dazu kommt das große soziale Angebot wie z.B. der Stadtteiltreff, die Jugendfreizeitstätten (Cafta/Frisbee), das große Sportangebot der Vereine und der einmalige Sportpark. Große Grünflächen bieten Platz für Erholung und gemeinsame Aktivitäten.
Auch die Gesundheitsversorgung ist durch entsprechende Einrichtungen wie Klinikum, REHA-Klinik und Jugendpsychiatrie gut aufgestellt. Große Unternehmen bieten den Menschen viele Arbeitsmöglichkeiten. Gute Einkaufmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe gewährleisten die Versorgung der Menschen. Nicht vergessen darf die gute Anbindung des Stadtsüdens an den Öffentlichen Nahverkehr. Wer den Bus oder das Auto nicht nutzen mag, steigt auf das Fahrrad und kann größtenteils abseits der Hauptverkehrsstraßen die Innenstadt erreichen, meistens schneller und kostengünstiger als mit dem Auto oder Bus. Sicherlich gibt es noch viele weitere Vorteile in unserem Stadtteil. Also kein Grund, Kreyenbrück schlecht zu reden. Am 7.Juli fand ein Treffen mit Herrn Minten von der NWZ im Stadtteiltreff statt. In freundlicher und von gegenseitigem Verständnis geprägter Gesprächsatmosphäre fand ein Meinungsaustausch zum Thema „Schlechtes Image Kreyenbrück“ statt. Möglichkeiten, die die NWZ hat dieses zu verbessern, könnten genutzt werden. Dazu gehört u.a., dass von den Vereinen, Netzwerken usw. Hinweise auf entsprechende Themen zur positiven Berichterstattung über Kreyenbrück geliefert werden.
Alle waren sich darüber einig, dass das Positive des Stadtteils mehr in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden müsse, wie bereits mit dem Projekt „Kreyenbrücken“ von Michael Uhl geschehen.
Der Stadtteil entwickelt sich positiv, das wurde von allen Gesprächsteilnehmerinnen und
-teilnehmern so gesehen. Die Bewertung der Lebensqualität hat sich laut Stadtteilcheck gegenüber 2019 von 5,9 auf 7,1 verbessert. Dennoch dürfen Missstände nicht außer Acht gelassen werden und müssen zum Wohle aller beseitigt werden. Dazu sollte jeder seinen Beitrag leisten.