Minze

Minzen besitzen meist einen hohen Methanolgehalt, der sie zu wertvollen Heilpflanzen macht. Ein Tee aus den Blättern ist ein bewährtes Heilmittel bei Kopfschmerzen, Erkältungen und Magen-Darm-Verstimmungen. Minze wirkt schmerzlindernd und krampflösend.

Aufgrund der Eigenschaften der Minze sind die Kräuter zudem bei Erkältungskrankheiten oder bei Mundgeruch hilfreich.

Erdbeeren

Kalium und Magnesium schützen das Herz. Erdbeeren enthalten Salicylsäure, die Beschwerden von Gicht und Rheuma lindert. Sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Phenolsäuren schützen vor Krebs und beugen Arteriosklerose vor. Erdbeeren enthalten auf wenig Kalorien einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffe. Erdbeeren sind besonders für ihre entzündungshemmende und ihre antioxidantische Wirkung bekannt.
Erdbeeren können sogar beim Abnehmen helfen, da sie zu
90 % aus Wasser bestehen und wenig Kohlenhydrate, sowie Zucker enthalten.

Rharbarber

Eigentlich ist Rhabarber gar kein Obst, wie die meisten meinen. Er ist ein Staudengewächs aus der Familie der Knöteriche.

Die getrocknete und geschälte Wurzel der Heilpflanze Rhabarber findet Anwendung bei Verstopfung sowie bei Entzündungen des Zahnfleisches, stärkt die Nerven. Als Tee zubereitet wirkt er abführend und stuhlerweichend. Frischer Rhabarber enthält außerdem viele Antioxidantien. Diese können helfen, die Körperzellen vor freien Radikalen (Sauerstoffverbindungen im Körper) zu schützen und sollen sich positiv auf das Immunsystem auswirken.

Zitronenmelisse

Zitronenmelisse ist ein unglaublich vielfältiges Kraut, dessen heilende Wirkung schon in der Antike bekannt war. Traditionell wird die Melisse gegen eine Vielzahl von körperlichen Symptomen eingesetzt und soll hauptsächlich beruhigend, krampflösend sowie fördernd auf die kognitive Leistung wirken. Auch gegen den Befall von Parasiten, Viren und Pilze wurde sie eingesetzt.

Bei psychisch bedingten Schlafstörungen kann die Einnahme von Melisse zu einem Rückgang der Schlafprobleme führen und bekämpft Verdauungsbeschwerden. Forschungen kamen zu dem Ergebnis, dass die Zitronenmelisse eine positive Wirkung auf einige Parameter des Herz-Kreislauf-Systems hat, darunter Herzrhythmusstörungen, die Schwere von Herzinfarkten und auch die Reduktion des Blutdrucks. 

Melisse sorgt für innere Ruhe.

Meerrettich

Heilpflanze des Jahre 2021

Meerrettich ist für seine Schärfe bekannt. Dass er auch antibakteriell wirkt, ist bei vielen in Vergessenheit geraten. Früher wurde er auch „Penicillin der Bauern“ genannt. Die Inhaltsstoffe der Pflanze helfen gegen vielen Krankheiten, etwa Erkältungen, rheumatischen Beschwerden oder Blasenleiden. Als Essensbeilage regt Meerrettich Stoffwechsel und Verdauung an. Zu Recht wird er als Heilpflanze des Jahres 2021 gewürdigt. Die pikante Schärfe des Meerrettichs regt Stoffwechsel und Verdauung an. Er ist reich an Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt. Die Heilpflanze des Jahres 2021 ist außerdem reich an Kalium, welches Herz und Nerven stärkt.

In Süddeutschland nennt mann Meerrettich die „Bayrische Zitrone“ wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts

Salbei

Salbei ist eine wertvolle Heilpflanze bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut sowie diversen Verdauungsbeschwerden. Außerdem hilft Salbei gegen Schwitzen.

Salbei hat, insbesondere aufgrund des enthaltenen ätherischen Öls, einen hemmenden Einfluss auf das Wachstum von Bakterien, Viren (unter anderem Herpesvirus) und Pilzen. Salbeitee ist einfach zuzubereiten und wirkt im Körper gegen Erkältungen, Husten und bei Magen-Darm-Problemen.

Blutampfer

Hilft gegen Entzündungen im Mund-/Rachenbereich, Hautentzündungen, Ekzeme, Akne, Hautgeschwüre, Schorf, Durchfall und Verstopfung und andere Magen-Darm-Probleme, Menstruationsbeschwerden, Wundheilung, Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, Vitaminversorgung.

Blutampfer sollte wegen der enthaltenen Oxalsäure nicht in großen Mengen gegessen werden.

Kümmel

Die heilungsfördernden Eigenschaften stecken in dem ätherischen Öl der Kümmelsamen. Dieses kann bei vielen Beschwerden – vor allem bei Verdauungsbeschwerden – hilfreich sein. Oft findet man Fertigpräparate, in denen Kümmel mit anderen, ähnlich wirkenden.

Kümmel ist das Mittel der Wahl, wenn es um Blähungen geht. Es ist nachgewiesen, dass die Heilpflanze in dem Bereich von den Heilpflanzen die beste Wirkung erzielt. Aufgrund seiner krampflösenden Eigenschaften entspannt sich die Muskulatur im Verdauungstrakt, wodurch krampfartige Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Magenkrämpfe, Darmkoliken und vor allem Blähungen bessern können.

Auch bei Übelkeit, Magenverstimmung, nervösen Magenbeschwerden, Reizmagen, Sodbrennen oder Reizdarm kann Kümmel Linderung bringen. Zusätzlich ist die Pflanze ein klassisches Hausmittel zur besseren Verdauung fettreicher, schwerer Speisen und kann hier Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden vorbeugen helfen. Indem Kümmel als pflanzliches Mittel die Verdauungssäfte wie die Gallenflüssigkeit anregt, verbessert das Heilkraut die Verdauung ganz allgemein. Dadurch regt Kümmel auch ganz natürlich den Appetit an.

Gegen Dreimonatskoliken beim Baby kann verdünntes Kümmelöl auf den Bauch gerieben oder Kümmeltee helfen. Bauchschmerzen bei Kleinkindern und Kindern kann man ebenfalls mit Fertigpräparaten wie Kümmelsalbe oder Kümmelöl begegnen.

Bulbine

Die dicken, fleischigen Blätter der Stelzen-Bulbine, Katzenschwanzpflanze oder Brenngeleepflanze ( Bulbine frutescens) enthalten Saft, der gegen die Schmerzen und Schwellungen bei Insektenstichen und Verbrennungen wirkt.

Bulbine kann die Testosteronspiegel erhöhen. Bulbine Natalensis könnte die sexuelle Gesundheit fördern
Hohe Testosteronspiegel verbessern beim Menschen Libido, Stimmungslage und allgemeine sexuelle Gesundheit.

Das Besondere ist der geleeartige Saft, der aus den dickfleischigen Blättern tritt, wenn man sie abschneidet und auspresst. Tupft man den Saft auf einen Sonnenbrand, eine Risswunde oder einen Insektenstich, lindert das die Schmerzen und beschleunigt die Heilung. Auch bei leichten Verbrennungen, Herpes, Akne und Hautausschlägen hilft das Gelee. Verantwortlich dafür sind antibakterielle Wirkstoffe in dem Gewächs, das deshalb auch „Erste-Hilfe-Pflanze“ genannt wird. Anwenden dürfen Sie das Gel nur äußerlich.

Aronia

Die Wirkung auf einen Blick – Aronia hilft gegen:

Allergien, Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Asthma),Blutbilderkrankungen (Cholesterin und Diabetes),Durchblutungsstörungen, Erkrankungen der ableitenden Harnwege (Leber, Niere, Blase),Erkältungen und Grippeerkrankungen,Kopfschmerzen und Migräne,Krebserkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen,Immunsystemstörungen.

Neben den Vitaminen und den verschiedenen Aminosäuren können besonders die Sekundären Pflanzenstoffe einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Sogenannte Proanthocyanidine können eine antioxidative Wirkung hervorrufen. Einerseits können Proanthocyanidine eine erhöhte Resistenz gegen oxidativen Stress im Blutplasma bewirken. Andererseits kann die antioxidative Eigenschaft auch in der Dermatologie nützlich sein.

Als weitere Wirkungsspektren werden den Proanthocyanidinen antibakterielle, antivirale, entzündungshemmende und allergene Wirkungen zugesprochen. Aufpassen solltest du aber bei einem Eisenmangel, denn eine weitere Wirkung der Proanthocyanidine ist die Verlangsamung der Eisenbindung im Körper. 

Johannisbeere

Reinigt das Blut. Die Wirkstoffe der Johannisbeere sorgen für die Elastizität der Venen und Arterien, schützen die Gefäßwände und beugen Gefäßverkalkung vor. Hemmt Entzündungen und senkt Fieber. Johannisbeere wirkt effektiv gegen Entzündungen und senkt auch Fieber. Wirkt als Antioxidans. Lindert Gelenkprobleme. Wirkt entgiftend. Stärkt die Knochen.

Die Wirkstoffe der Johannisbeere sorgen für die Elastizität der Venen und Arterien, schützen die Gefäßwände und beugen Gefäßverkalkung vor. Außerdem senkt Johannisbeere hohen Blutdruck und reinigt das Blut. Johannisbeere wirkt effektiv gegen Entzündungen und senkt auch Fieber. Wenn man unter hohem Fieber leidet und keine Medikamente nehmen möchte, können ein kalter Umschlag und der Verzehr von Johannisbeere eine gute Alternative sein. Johannisbeere wirkt effektiv gegen Gelenkprobleme, Arthritis und Harnwegprobleme. Diese Frucht verfügt über eine starke entgiftende Wirkung, ferner wirkt sie auch abführend und fördert die Ausscheidung von Schwermetallen aus dem Organismus. Daher wird ihr Verzehr während eines Entgiftungsprogramms besonders empfohlen.

Ringelblume

Die Ringelblume wirkt vor allem wundheilungsfördernd, entzündungshemmend und antiseptisch. Die granulationsfördernde Wirkung beschleunigt den Wundverschluss und sorgt für eine gute Vernarbung.

Die Ringelblume wird hauptsächlich zur äußerlichen Anwendung eingesetzt, da sie entzündungshemmend wirkt und die rasche Heilung von Wunden fördert. Traditionell wird Ringelblumensalbe empfohlen, da sie für eine Vielzahl an Hautverletzungen wie Quetschwunden, Verstauchungen oder blauen Flecken eine heilende Wirkung besitzt.

Kapuzinerkresse

Die Pflanzen besitzen eine starke antibakterielle und antimykotische Wirksamkeit. 
Stärkung des Immunsystems: Dank des hohen Vitamin-C-Gehalts und der Senföle kann der Verzehr von Kapuzinerkresse das Immunsystems stärken und so die Gefahr von Infekten reduzieren.
Verdauung: Kapuzinerkressen wirken sich auch auf eine träge Verdauung aus und können Abhilfe bei Verstopfung schaffen

Die Heilwirkung der Kapuzinerkresse ist vor allem auf den in der Pflanze enthaltenen Senfölglykosiden zu verdanken.

Extrakte Kapuzinerkresse kann man innerlich und äußerlich anwenden.
Innerlich hilft die Kapuzinerkresse zum Beispiel gegen Husten und Bronchitis, da die Inhaltsstoffe der Heilpflanze schleimlösend wirken. Zudem sind Extrakte sehr wirksam gegen Hals- und Rachenentzündungen, weil die Heilpflanze antibiotischen Eigenschaften hat. Zudem hilft der hohe Vitamin C Gehalt der Heilpflanze bei jeglicher Erkältung.

Dill

Mit einem Dill-Tee kann sich Ihr Magen wieder beruhigen. Dazu zerstampfen sie die frischen oder getrockneten Früchte und gießen diese mit heißem Wasser zu einem Tee auf. Auch bei Appetitlosigkeit und Menstruationsbeschwerden hilft die Einnahme von Dill.

Um die Gewürzpflanze Dill ranken sich viele Mythen: So soll ein Bündel Dill unter dem Kopfkissen gegen Albträume helfen, während es an der Tür angebracht böse Hexen fernhalten soll. In erster Linie wird Dill aber zum Würzen von Speisen und hier besonders zum Würzen von Gurken verwendet. Deswegen wird diese Gewürzpflanze häufig auch als Gurkenkraut bezeichnet, ein Name, die sie sich mit dem Boretsch teilt. Als Gewürz können sowohl die Blätter als auch die Früchte des Dills verwendet werden. Die Blätter können von Juni bis Juli, die Früchte von August bis September geerntet werden.

Waldmeister

Der Haupteinsatzzweck des Waldmeisters ist die Nutzung als Tee oder in Teemischungen gegen Kopfschmerzen und Migräne. Dazu verwendet man das blühende Kraut. Den Waldmeister sollte man jedoch nicht überdosieren, denn sonst kann er Kopfschmerzen auslösen, also genau die Beschwerden, gegen die er eigentlich wirken soll.

(Un)Kräuter, die man nicht so gerne im Garten sieht. Aber ist das gerechtfertigt?

Brennnessel

Die Brennnessel gehört zu den ältesten Heilkräutern in der pflanzlichen Heilkunde. Die Heilwirkung der Brennessel ist bis heute überliefert und hat zu keiner Zeit in der Geschichte an Bedeutung verloren. Als Brennnesseljauche wird sie als Brennnessel-Düngemittel eingesetzt, um das Wachstum von Gemüse zu fördern. Die Heilpflanze wird zur Entgiftung, Entschlackung, der Anregung der Verdauung oder bei Eisenmangel verwendet. Es gibt nur wenige Heilkräuter, die eine solch vielfältige Einsatzmöglichkeit bietet wie die Brennnessel.

Warmer Brennnesseltee bei Blasenentzündungen durchspült die Harnwege und schwemmt die Keime sowie andere Krankheitserreger aus dem Organismus. Der Tee kann als fertige Mischung erworben werden. Er wird zusätzlich mit viel Wasser gegeben und hilft auch bei einer Reizblase.

Kalter Brennnesseltee findet als Gesichtswasser Einsatz, da er Hautunreinheiten bekämpft. Zu ihnen zählen Ekzeme oder große Pickel. Die kleinen und jungen Triebe der Brennnessel, werden gesammelt und kopfüber zum Trocknen aufgehangen. Anschließend können sie für die Zubereitung von Brennesseltee gegen Akne verwendet werden.

Giersch

Schon seit dem Mittelalter ist Giersch bekannt für seine heilenden Eigenschaften. Die Pflanze kann zu Recht als Heilkraut bezeichnet werden. Sie schwemmt beispielsweise schädliche Stoffe aus dem Körper. Weiterhin wirkt sie: antibakteriell, antifungizid, kräftigend, harntreibend, entzündungshemmend, entsäuernd, entkrampfend. Das Verwendungsspektrum für den Giersch ist schier unglaublich. Dieses Wildkraut kann bei zahlreichen Leiden und Erkrankungen nützlich sein. Eine richtige Heilpflanze eben… Unter anderen können Sie mit dem Giersch entzündungsbedingte Krankheiten lindern wie Gicht, Rheuma und Blasenentzündungen. 

Löwenzahn

Viele Gärtner sehen im Löwenzahn nur ein lästiges Unkraut. In Wirklichkeit ist der Löwenzahn ein echtes Wunderkraut, das die Verdauung regelt, Leber und Galle pflegt, bei Rheuma und Nierensteinen hilft und als Allround-Stärkungsmittel bei jedweder Problematik eingesetzt werden kann. Wenn du unter Schwächezuständen leidest, dich fiebrig fühlst oder ausgelaugt bist, kannst du Löwenzahn nutzen, um deinen Körper wiederzubeleben. Insbesondere die Wurzel des Löwenzahns stärkt die Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, Magen, Darm und entgiftet.

Besonders bekannt ist der positive Einfluss des Löwenzahns auf sämtliche Organe, die an der Verdauung beteiligt sind. So steigert Löwenzahn die Magensaftsekretion, wirkt appetitanregend und ausserdem krampflösend.